aktuell, 30.01.2026
Der Winter 2026 war kühler als die Vorjahre – dennoch wurde teilweise deutlich weniger geheizt. Wie das zu erklären ist!
Obwohl der Winter 2026 im Durchschnitt bislang kälter war als in den beiden Vorjahren, ist der Heizaufwand stellenweise deutlich geringer (s. Tabelle).
Der Grund dafür liegt nicht allein in der Temperatur, sondern im gesamten Wetterverlauf.
Vor allem der Wind dürfte hier einen starken Einfluss haben: Der Winter 2026 war bislang deutlich windärmer als in den Jahren 2024 und 2025.
Weniger Wind bedeutet geringere Wärmeverluste an Gebäuden, da die Heizwärme nicht so stark „abgetragen“ wird. Dadurch bleibt die Wärme besser im Haus, selbst wenn die Temperaturen niedrig sind.
| Jahr | Heizaufwand | Temperatur | Kältesumme | Windmittel |
| 2024 | 404 | -0,3 | 565 | 11,6 |
| 2025 | 500 | 0,5 | 554 | 9,6 |
| 2026 | 345 | -0,4 | 544 | 8,7 |
Auch Schnee dürfte eine Rolle gespielt haben: Schneebedeckung wirkt wie eine natürliche Isolierung. Sie verringert den Wärmeverlust über den Boden und geht oft mit wenig Wind einher. Solche Bedingungen sind energetisch günstiger als milde, aber stürmische und feuchte Winterlagen.
In der Summe zeigt sich: Nicht die reine Kälte entscheidet über den Heizaufwand, sondern wie lange sie anhält und unter welchen Wetterbedingungen sie auftritt. Der Winter 2026 war zwar kühl, aber insgesamt ruhiger und gleichmäßiger als in den Vorjahren– und damit auch "sparsamer".
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