aktuell, 19.01.2026
Extreme Kälte verschärft humanitäre Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten.
Eine außergewöhnlich starke Kälteperiode verschärft derzeit die humanitäre Situation in mehreren Konfliktregionen.
In der Ukraine steht nach Prognosen die bislang kälteste Kriegswoche bevor: Tagsüber werden Temperaturen um minus 15 Grad Celsius erwartet, nachts lokal bis zu minus 25 Grad.
Gleichzeitig sind infolge massiver Angriffe auf die Energieinfrastruktur Millionen Menschen ohne funktionierende Heizung. Die Kombination aus extremer Kälte und eingeschränkter Versorgung stellt insbesondere für die Zivilbevölkerung eine akute Bedrohung dar.
Auch im Nahen Osten sorgt derselbe arktische Kälteeinbruch für extreme Bedingungen. In Teilen der Türkei, Syriens und des Irak fallen die Temperaturen bis nahe den Gefrierpunkt, begleitet von Schnee und Schneeregen.
Millionen Menschen leben dort in Flüchtlingslagern oder sind erneut auf der Flucht. Besonders betroffen ist der Norden Syriens: Infolge militärischer Auseinandersetzungen und neuer Offensiven gegen kurdische Einheiten befinden sich nach aktuellen Schätzungen rund 170.000 Menschen aus den Regionen Aleppo und Afrin auf der Flucht – bei Temperaturen zwischen 0 und 4 Grad Celsius.
In beiden Regionen trifft die Kälte auf ohnehin fragile Lebensumstände: zerstörte Infrastruktur, unzureichende medizinische Versorgung und anhaltende Gewalt.
Die aktuellen Wetterextreme machen deutlich, wie sehr klimatische Belastungen bestehende Konflikte verschärfen und die humanitäre Lage weiter destabilisieren.
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